HERWIG LENAU
Eine Bilanz

Weichenstellungen

Die Weichenstellungen meines Lebens:

  • 1939 RG 7 – Goldschlagstraße - Kriegsschule, sonst Heimatflak (respektive Schnellsiedekurs zum Offizier).
  • 1944 Dank an Withalm: Richtkreis-Unteroffizier.
  • 1945 Ansichtsskizzen Zeichner zum Bataillon.
  • 1965 Schauspielberuf
  • 1969 Wechsel von Detmold nach St. Pölten.
  • 1971 Annahme eines Herrn WOLSIENICHT (Theo Frisch-Gerlach) als Direktor nach Leoben ab 1972-1975
  • 1973 Besuch eines unbekannten Gasthauses mit dem Theaterensemble Leoben. Aschermittwoch.
  • 2008 Nachteilige Weichenstellung


Wie die Weichen einen Zug in eine bestimmte Richtung führen, so ist es auch bei uns Menschen. Irgendwann und irgendwie wirst du in eine, vielleicht noch nicht erkennbare, andere Richtung geleitet. Diese Weichenstellung kann durch das Schicksal oder Bestimmung, nennen wir es einmal so, oder auch durch eigene Initiative erfolgen. Ich bin kein Anhänger des sogenannten Zufalls, der in vielen Köpfen herumspuckt. Du musst dabei auch von einer Weichenstellung dorthingebracht werden, um den Zufall ins Treffen zu führen. Zum Zufall fällt mir nur die literarische Wortspiel von J.N. Nestroj ein: "Was muss der Zufall für ein besoffener Kutscher sein, was der für welche Leute zusammenführt!" ( Original: "für´ Leut´ zsammnführt".)

Es gibt auch andere richtungsgebende Lebensweg Auslegungen. Wie zum Beispiel von Pierre Simon de Laplace, der an keinen Zufall glaubt, sondern alles was auf Erden geschieht, sei schon seit ewigen Zeit vorherbestimmt gewesen. Oder Niels Bor, der den Zufall wieder hervorhebt und seinem Freund Einstein,welcher immer sagte: "Gott würfelt nicht!" entgegenhielt." Nicht einmal du, mein lieber Einstein, darfst Gott vorschreiben, wie er sich die Welt einrichtet!" Bei mir bleiben es und sind es immer die Weichenstellungen des Lebens.

Dazu, das heißt für die eigenen Weichenstellungen, ist bei mir vor allem der Herr WOLLNSIENICHT federführend. Sie kennen den Herrn WOLLNSIENICHT ? Das ist der zu ihnen sagt: "Wollen Sie nicht das und das und dort und dort? Sie ärgern sich mehr, wenn sie nicht zugesagt haben und draus wird etwas, als sie haben zugesagt und es ist nicht daraus geworden. Aber bitte auf keinem Fall eine Schlechterstellung.

Zu dem sogenannten vorher bestimmbarem oder vorhergezeichneten Weg deines Lebens gehört wohl, wenn man daran glaubt, ein bisschen Aberglaube dazu. Ja, das bin ich: abergläubisch. Nicht in einem militanten Sinne, sondern nur ein klein wenig. Besonders sind es die Zahlen. Nicht viele, aber doch einige. 12 ist sehr schlecht. 7 geht noch gut, aber 13 ist meine Glückszahl.

Ich weiß nicht warum und zu welcher Zahl man sich besonders hingezogen fühlt, bei mir ist es eben die 13 und 7. Und da möchte ich, da es von den Weichenstellungen des Lebens nicht nur die eine Wichtigste geben soll, sondern es müssten 13 sein, oder 7 oder weniger oder vielleicht auch mehr werden. Ich habe diese Weichenstellungen nicht nach ihrer Wichtigkeit, sondern nach dem stattgefundenen Ereignen aufgeschrieben.

Es kann natürlich sein, dass sie eine hier geschilderte Abfolge von Ereignissen in den vorhergehenden Links, inklusive AUGENBLICKE oder Polizei schon gelesen haben, aber dies ist keine dramaturgische Roman Abfolge, sondern eine Schilderung meiner Lebens aus den verschiedensten Blickpunkten.

 

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