HERWIG LENAU
Eine Bilanz

Hans Olden

In den letzten 25 bis 30 Jahren fahr ich mit den Auto sehr oft vorbei, wo der seinerzeit bekannte Wiener Volksschauspieler HANS OLDEN mit seiner Frau INGE BRÜCKLMEIER, Burgschauspielerin, seine letzten Lebensjahre verbrachte. Nämlich das Dorf Franzhausen. Es liegt auf dem Weg von St.Pölten nach Nussdorf, nach Karlstetten oder auch nach Theyern. Sehr berühmt gewordene Heurigenansammlungen.

Auch ein Jugendfreund von mir, seinerzeit bei der Polizeimusik, jetzt pensionierter Musikschuldirektor Mag. WALTER VÖLKEL hat dort seine Weingärten und seine Verwandtschaft daneben.

Aber nun zu Olden. Er plauderte mit mir, am alten Westbahnhof, als er auf einen Zug wartete. Er kam damals der Farbfilm so in große Mode. Es wurde nur mehr in Farbe gedreht und Olden erzählte von der erschwerten Lichteinstellungen, und den dadurch „unnötigen Wartezeiten“ für die Darsteller und fabulierte und ließ wie Schauspieler sich halt so geben Anekdoten heraussprudeln.

Eine davon ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Er spielte, in den Wiener Kammerspielen, so erzählte er „ eine Komödie mit Egon von Jordan und Benno Smith. In dieser Komödie sei er ein hoher militärischer Vorgesetzter der beiden Anderen gewesen. Und wer ist schon wer? "Jordan, Du ein echter Aristokrat und hoher Adeliger und Benno Smith, Du angeblich ein unehelicher Sohn eines ehemaligen Österreichischen Erzherzoges. Und was bin ich? Der Pepi Brandl! Aber so ist es im Leben. Wir müssen nicht nur auf der Bühne unsere Rollen spielen!“

Seine Gattin Inge Brücklmeier habe ich noch gut im Gedächtnis. Ihre wunderbare schauspielerische Leistung am Burgtheater in der Irren von Chaillot von Giraudoux.