HERWIG LENAU
Eine Bilanz

Fremdenführer

(Nicht vom C.M.Zierer)

Vielleicht ist es erwähnenswert, dass ich in der Polizeischule im Jahre 1948/49 unter vielen anderen Sachgruppen, auch die der „Lokalkunde“ hatte. Diese wurde auch mir einer speziellen Prüfung abgeschlossen.

Mein Wissen über den historischen und lokalen Stand, der Gebäude und Strassen, insbesonders des 1. Bezirkes reicht sicher an das eines konz. Fremdenführers heran.

Jahrzehnte später führte ich Freunde aus Deutschland öfters durch den 1.Bezirk, zeigte ihnen die Sehenswürdigkeiten und der Abschluss war aber immer ein Heuriger in Grinzing (Reinprechter) oder Ottakring (Zehnermarie).

Ist zum Beispiel bekannt , dass das Fries des Parlamentsgebäudes vergoldet werden sollte. Auf der Ecke oben, zum Republikdenkmal sieht man es. Die Kosten waren auch damals dafür zu hoch. Oder dass beim Haupttor zum Stephansdom, auf den rechts und links befindlichen dorischen, vorne nur im Halbdurchmesser sichtbaren Säulen, je das weibliche und das männliche Geschlechtsteil, oben in Stein gehauen sich befindet. Ist nur zu sehen, wenn man auf einem hohen Autobus oder sehr hohen Lkw. steht. Man könnte es auch vielleicht mit einem Fernglas von Cafe des Haashauses sehen.