HERWIG LENAU
Eine Bilanz

Was war ich?



Wenn ich so nachdenke: Schauspieler, Regisseur, Oberspielleiter, Theaterdirektor, Intendant, Polizist, Soldat, ect., ect. Von denen musste ich drei studieren.

Den des Polizisten, den des Soldaten und den des Schauspielers.

Die erstgenannte Profession (Polizist) war nicht wichtig. Nur ein Brotberuf. Job würde man es heute nennen. Aber nicht ungerecht sein. Vieles, welches ich später als künstlerisch Leitender brauchte, insbesondere Verwaltungsrechtliches, und vor allem das Lesen und Verstehen, das heißt die Auslegung von Gesetzen habe dort mitbekommen.

Der Beruf des Soldaten war Zeitverbundenes. Die Zeit des zweiten Weltkrieges. Soldat musste man werden. Warum nicht gleich früher und freiwillig, daher auch gut ausgebildet. Ich habe dieses blutige Handwerk, kriegsbedingt erlernt. Dazu gehörte das Besiegen des Gegners, das zum furchtbarsten Tun, dem Töten des Gegners im Krieg führen konnte. Aber nicht nur, dass der Gegner besiegt werden sollte. Dazu wäre noch der eigene Selbsterhaltungstrieb mit einzubeziehen, und der war vorherrschend: Er oder ich ? Und zum Kriegshandwerk gehört auch die Verantwortung über das Leben der anvertrauten Mitkämpfer. Und der Umgang mit der Selbstdisziplin. Heute bereits unbekannt. Eine der schwersten Verantwortung. Aber das Kriegsglück war auf meiner Seite. Das Kriegsglück des kleinen Mannes ist nur das Überleben. Dazu gehörte auch die Kriegsgefangenschaft. Aber dies Alles wurde schon in meiner Homepage detaillierter abgehandelt.