HERWIG LENAU
Eine Bilanz

No sports? The end! 85



Ich habe 15 Grundsportarten und zusammen 25 Einzelsportarten ausgeübt. Ich war nur in den Wenigsten halbwegs erfolgreich. Es gab einige, bei denen ich sogar versagte. Aber so war es in meiner Vergangenheit, denn jetzt ist keine mehr möglich. Zuerst die Detailangabe, dann die Story. Die ist vielleicht interessanter.

 

1.Springen:

 Hoch 2.PLATZ. WEHRKREISKDO. MÜNCHEN 1,65 m.

 Weit

 

2.Laufen:

 100 m

 2000M 1.PLATZ SCHULE GOLDSCHLAGSTRASSE

 Geländelauf

 

3.Werfen: 

 Schlagball -----DIE WEITEN WEIß ICH NICHT MEHR.

 Keulenwerfen ABER SIE WAREN BEACHTLICH.

 

4.Mannschaftskämpfe:

 allgemeine Gymnastik

 Hahnenkampf

 Römische Reiter

 

 5.Ballspiele:

 Fußball

 Handball.

 Basketball

 Völkerball

 Faustball

 

 

6.Geräte:

 Reck

 Barren

 Pferd

 Bock

 

 

7.Fechten:

 Florett

 Säbel

 verlängertes Seitengewehr

 

 

 

8.Boxen:

 Jugendschwergewicht 2.PLATZ MÜNCHEN

 

9.Ringen:

Jiu-Jitsu

10.Wasser:

 Zillenfahren

 Stangeln

 Kajak

 

11.Schwimmen:

 50 m

 150m

  bis zu einer halbe Stunde

 Tauchen 35-50m

 

12.Schifahren:

 Abfahrt FIS 1936

 militärischer Schilauf

 Skilanglauf

 

13.Klettern:

 Fels

 mit und ohne Seil und Hacken

 Eis mit Steigeisen und am Seil

 Bergsteigen 4 DREITAUSENDER

 

 

14.Reiten:

 an der Lounge

 im Freien

 im Gelände

 mit und ohne milit. Ausrüstung

  in Schritt, Trapp, Galopp und leichter Sprung

 

15.Schießen:

 Gewehr

 Pistole

 Maschinengewehr, 34 u. 42

 Richtkreis abhängige Geschütze

 

 -------------------------------------

 

 25 Einzelsportarten




 

 

 

  

Ein vielseitiger Sportler.

 

 

Voraus möchte ich schicken, dass ich in den zivilen Schulen bis zum Realgymnasium Kandlgasse in Sport ein ganz großer Versager war. Vielleicht lag es an der Erziehung. Meine Mutter lies mich nie allein auf die Straße 13.,Breitenseerstrasse und dann anfangs sogar in den Hof 15.,Tautenhayngasse allein gehen, aber nach einiger Zeit lockerte sich auf der letzten Adresse das Verbot und ich durfte dann schon "hinunter". (Der Terminus technicus zur Erlaubnis in den Hof oder auf die Straße vom 3. Stock, auf dem sich unsere Wohnung befand, "HINUTER" zu gehen).

Früher war die Mama oder der Papa, auch die Großmutter immer dabei. Ich erinnere mich an die Parkbesuche in den Kendlerpark in Breitensee, und an den Kindergarten dort, obwohl, ich weiß nicht mehr warum, ich nur sehr kurze Zeit dort war. Vielleicht wurde ich vor Angst meiner Mutter wieder herausgenommen.

Eine Erinnerung herausgerissen könnte man sie zu den AUGENBLICKEN zählen, war, als mein Papa mit mir, ich bin noch nicht in die Schule gegangen, auf der Schmelz war und mit mir Fußball gespielte. Das heißt, ich habe mit den Beinen herumgeschlagen und vielleicht einmal den Ball erwischt. Da ist ein Wachmann gekommen und hat 2,00 Schilling Strafe verlangt, wegen Fußballspielens auf einen dafür verbotenen Platz. Ich sehe die Szene heute noch vor mir, den bunten Gummiball, das Gras, wo er rollte, Papa wie er das Kleingeld zählte und die Aufregung zu Hause, was für eine Schikane das ist, ein kleines Kind zu strafen, weil es auf der Schmelz mit dem Ball kindisch spielte. Ich könnte heute noch den Wachmann, erkennungstechnisch beschreiben. Und Papa hatte keine 2 Schillinge bei sich und er hat, später den Rest in das Wachzimmer gebracht.

Und an die Schmelzer Schrebergarten Spaziergänge, durch die langen Wege gehend. Äußerst fad für mich. Vielleicht war ich in dieser Zeit ein Muttersöhnchen.

Aber als dann hinunter gehen durfte, entwickelte ich mich zuerst zu einem Schlitzohr oder Spitzbub. Da war damals die Zusammensetzung der so genannten "Plattenbrüder" auch nach verschiedenen Jahrgängen üblich. Die Jüngeren von 10- bis 14- jährige und die Älteren 14 – 18 Jährige. Wie es später unter anderen Vorzeichen auch bei den Nazis war. So überfielen, das heißt sie jagten einzelne Gleichaltrige von anderen, damals und auch heute sagt man wieder, Grätzeln (Vierteln) dazu. Und die Einzelnen liefen davon. Wenn sie erwischt wurden, gab es einige oder mehrere Watschen oder Fausthiebe oder und Stossereien. Bis der wieder davon lief. Aber auch regelrechte "Kämpfe" gab es zwischen den Platten. Wir waren die Platte Gemeindebau Tautenhayngasse- Johnstraße. Es gab in unserer Nähe die Platte Sturzgasse, Flachgasse, Beckmanngasse, sowie Akkonplatz oder Schanzstraße.

Ich hatte mir, da ich allein den weiten Weg nun von der Tautenhayngasse in die Volksschule Kuefsteingasse machen musste, eine Schreckrevolver Kaliber 6 mm verschafft. Von wem und von wo, weiß ich nicht mehr. Und als mich eines Tages die Platte Schanzstraße, die ich beim Nachhauseweg überschreiten musste, überfallen wollten, gab ich mehrere Schüsse ab, bevor ich Richtung Bau Tautenhayngasse davon lief. Sie ließen, dadurch von mir ab. Es war ihnen doch nicht so geheuer, denn es knallte ganz stark.

Aber es gab auch Kämpfe zwischen den Platten. So überbrachte einmal die Beckmanngasse oder Sturzgasse, ich weiß nicht mehr welche, uns eine Kampfaufforderung. Wir rüsteten auf. Ich mit meiner Schreckpistole. Neue Munition kaufen 6 Stück 6 mm Platzpatronen. Und außerdem konstruierte ich mit meinen besten Freunden Velek Karli und Rohrbeck Erich so genannte "Gatschbomben". Das waren Papiersackerln die vor dem Werfen mit Gatsch (das ist nasser Staub in einer gewissen Konsistenz) gefüllt wurden und dann auch durch den Aufprall und die Nasse verplatzten. Wir konnten sie so abwehren. Meine Kanone wurde gar nicht eingesetzt. Die gegnerische Platte blieb durch die Gatschbomben immer im gehörigen Abstand. Wir waren so ca. 15 – 20 Buben im annähernd gleichen Alter.

Sie werden fragen, was dies alles mit Sport zu tun hätte. Ich glaube die Entwicklung der Muskeln, der Reflexe, der Erfahrung mit Schnelligkeit, Schwerkraft, Werfen, Laufen und so weiter, prägt einem schon im Sport auch. Besonders, wenn man ihn anschließend zielbewusst betreibt. Wie ich später beim Militär.

Bleiben wir noch auf der Schmelz. In unserer Wohnanlage dem "BAU" überwand ich mit meinen langen Beinen jeden Halbstock unter Zuhilfenahme der Hände, die, als ich mich vorbeugte, über die Mitte der beiden Handläufen abstützte und so über die 10 Stufen mich hinunter geschwungen habe. Auch sprang ich immer im Vorbeigehen bei den Teppich Klopfstangen hinauf und machte eine oder mehrere Schwünge um dann vorne wieder abzuspringen. Auch gewann ich bei unseren Kinderolympiaden alle Rennen mit dem Triton (Dialekt- Verballhornung des aus dem englischen traedle on = Traed´on = Tretroller), sowie auch in Hoch- und Weitsprung. Und bei Hahnenkämpfen, einzeln auf einem Fuß hüpfend Arme vor der Brust verschränkt, und besonders bei den römischen Reitern, da sitzt der Partner auf den Schultern und mit einem anderen Gleichsitzenden versuchen sie sich gegenseitig abzuwerfen oder zum Sturz bringen. Aber ich hatte starke Beine und konnte daher immer gut als Träger (Pferd) ausbalancieren.

Ich wurde dann in der Kandlgasse im Ballspiel (Völkerball) ein großer Könner, der die schwierigsten Bälle fangen konnte. Das zog sich bis in die Goldschlagstraße hin. Aber beim Reck und Barren, zwei Geräte mit denen ich mich auch in meiner sportlichen Hochblüte in den Militärschulen nicht anfreunden konnte, Sie blieben mir immer ein spanisches Dorf.

Das Völkerballspiel ging dann schon auch auf das Fußballspielen über. Besonders auf der Schmelz, wo wir noch von berittenen Polizisten gejagt wurden. Denn Ballspielen war dort, wie ich vorhin schon geschildert habe, verboten. Einer der besonders scharfen Polizisten wurde dann Jahrzehnte später mein Untergebener. Ich sagte ihm dann meine Meinung über das Hetzen von Kindern mit Pferden. Dabei konnten wir sehr geschickt ausweichen. Wir schwangen uns durch zwei quer angebrachte Eisenstangen, die durch Betonpfeiler hintereinander gestützt wurden und so die Schmelz von den Gehsteigen und Straßen abgrenzten.. Wir sprangen so vom Gras der Schmelz auf das Trottoire und auf die steingepflasterte Straße. Da konnte er uns nicht folgen, denn sonst würde beim Sprung sein Pferd ausrutschen und stürzen, denn die waren mit eisernen Hufeisen und eisernen Stollen beschlagen. Aber das nur nebenbei.

Mein richtiger Sportinstinkt kam erst beim Jungvolk. Die Wanderungen, Ausflüge, Mutprüfungen für die Pimpfenprobe. Das war ein Sprung hinunter in ein ca. 3 Meter tiefes Bachbett und dann das Hinaufklettern, bei dem man sehr oft wieder zurückrutschte. Schwimmen und Springen mit Kopfsprung ins Wasser. Gottseidank hatte ich schon mit 10 Jahren in Allentsteig Schwimmen gelernt. Balancieren auf einem Baumstamm, ca. 5 Meter über den Boden. Mit meiner Größe war ich immer sichtbar, stand also auch im Sichtmittelpunkt und durfte daher nicht viel patzen. Denn das schadenfrohe Gelächter war immer bereit zuzuschlagen. Also bemühte ich mich alles zu schaffen und überwand auch die anfängliche Angst. Und das brachte mich auch beim Sport weiter.

Und da Ballspiel bei mir zu dieser Zeit immer schon eine Hauptrolle spielte, warf ich sogar bei der Aufnahmeprüfung in die ehemaligen  Mariatheresianischen Militärakademie zu Wr. Neustadt, in der Roßauerkaserne den Schlagball weiter als die ausgesteckten Metermaße waren und er schlug sogar noch auf der Gegenmauer an. Die Prüfen waren erstaunt und ich musste den Wurf wiederholen. Es sei jetzt zu erwähnen, es muss Sommer 1940 gewesen sein, dass ich in 2000 m Meterlauf der Schulbeste in der Goldschlagstraße war. Zweiter war Stanek. Aber als es auf dem Rapidplatz zur Entscheidung über den Wiener Gebietssieger kam, versagte ich vollends. Waren zu viele Konkurrenten dort  damals konnte ich mit den Menschenmassen nicht viel anfangen, aber heute können es nicht zu viel genug sein. Oder hatte ich einen schlechten Tag, ich weiß es nicht. Jedenfalls war Stanek am 5. Platz und ich rangiert um den 20-ten herum. Schande.

Aber wie gesagt bei Reck und Barren, da war auch große Pleite angesagt. Beim Weit- und Hochspringen konnte ich sehr gut mithalten, auch im Zusammenhang mit Geräten. Pferd lang, Grätsche darüber, eine Kleinigkeit für mich, beim Bock das Gleiche. Nur die Hocke darüber schaffte ich nicht, weil meine Füße zu lang waren. So war es auch dann auch in München und Wörgl.

In Wr. Neustadt spielte ich auch Fußball und Handball, aber diesmal hauptsächlich im Tor. Da war ich gut. Ich konnte sogar sehr viele Elfer halten. Und beim Handball in der Halle konnte ich auch die meisten 1 Meter vor dem Tor Aufschläge abwehren. Es waren bei den Spielern manche, die sich gut vorkamen im Schießen bei Fußball oder beim Werfen im Handball, die aber an meiner Torparade verzweifelten. Ich war in München Zweiter der ganzen Schule im Hochsprung, nach Huemer, 1,65 cm. Damals gab es noch keiner Rolle, nur die Grätsche kam auf.

Dann Zweiter in der Jugendmeisterschaft bei unter 18 Jahren alten Militärangehörigen im Schwergewicht. Erster war Pospiech, mein Stubenkamerad. Andere kamen an uns nicht heran. Mein Linksausleger hielt sie mir vom Leib, na, mit der Länge, und durch meine Technik konnte er nicht unterlaufen werden.

Im März 1943 machte ich den Grundschein für Rettungsschwimmen. Das war für mich nicht nur eine klare Sache, sondern ich half auch Andren die schwierigste Prüfung, das 35 m Steckentauchen zu erfüllen. Ich sprang für einige, die mich ersuchten in das Bassin .Stieß auf den Grund, da war eine ca. 30 cm breite schwarze Kacheleinlage von weißen Grund sich gut abgehoben, sichtbar. An dieser orientierte, dass heißt, ich schwamm mit der Brust darauf über die 35 Metermarke weit hinaus und so konnten die Prüfer, die nicht zur Militärschule gehörten, den weit neben ihnen aus dem Wasser Steigenden nicht erkennen, wer es war. Und das machte ich sogar einige Male. Das ist aber verjährt. Außerdem war ich damals straf unmündig. Oder wurde ein Schüler schon eingesperrt, weil er die Unterschrift unter seinem Zeugnis fälschte?

Ja, und dann zum Schluss im München nach Garmisch Partenkirchen das Schifahren. Nicht mein Metier. Abfahrt auf der FIS- Abfahrtsstrecke dort selbst 165 Sterne vom Kreuzeck, an der Barbarahütte vorbei bis ins Ziel.

Das Bergsteigen in Wörgl förderte die Kondition. Da waren wir sehr stolz, aber später kam noch das Tragen von Lasten dazu. Die schwerste Last 64 kg war der Rohrschlitten von Infanteriegeschütz. Aber dadurch und durch meine langen und sehr kräftigen Beine das Berghinauflaufen. Das heißt springen, laufen, gehen, dann anhalten und darüber- oder irgendwo darunter hindurch schwingen. Hinauf auf den Berg oder hinunter ins Tal, um wieder aufwärts zulaufen. Die Seilschaft am Arlberg, Oberleutnant v. Kaufmann, Oberjäger Lorenz und Jäger Sulzenauer schafften in einer Rekordzeit die Rockspitze. Da kam zum Schluss auch noch eine Kletterei dazu. Ich glaube es waren nur 40 oder 42 Minuten.

Ich wurde ausgebildet und abgeprüft zum Heeres- Hilfskletterlehrer. Falls die Krieg in absehbarer Zeit doch zu Ende gehen und ich mich noch bei den Gebirgsjägern befinden sollte, wäre ich sicher Kletterlehrer geworden und hätte die Hauptfeldwebelprüfung gemacht. Das war damals mein Ziel hinten im Kleinhirn. Nicht der Offizier. Die fielen an der Ostfront wie die Fliegen. Überlebenschance eines jungen Leutnants an der Ostfront war im Durchschnitt 7 Tage.

Bei Klettern waren nur meine Arme ein Risiko, welches ich mit Schmerzen und übergroßer Anstrengung meisterte. Sie waren für meinen Körper und besonders im Verhältnis zu meinen Beinen zu schwach beim Halter und Heben und Drücken. Im Schwung waren sie wieder in Ordnung. Auch in München kam ich mit dem Keulenweitwurf (Handgranatenersatz) an den Sportlehrer, einem Oberleutnant und Großdeutscher Wehrmachtssieger, im Keulenweitwerfen ganz schön heran.

Auch hatten wir in München auf dem Areal der Kriegsschule ein eigenes Schwimmbad. Ich gehört zu den Zehnbesten der Kompanie. In Brust und Rückenschwimmen (Beine vom Vorteil.). Die andren Arten wurden nicht so gefördert.

In Wörgl wurde ich noch dazu einer der sichersten Reiter, außer einer einmaligen Episode. Ich überwand ohne Anstrengung mit meinem Pferd Thomas die Schützengräben und sonstige bescheidenen, aber vorhandenen Hindernisse, mit und ohne Marschgepäck. In diesem Falle Reitgepäck.

Dieses Dauertraining in allen Disziplinen hat mir an der Front dann gut geholfen, wie Granatwerferrohre und Geschützzubehöre kilometerweit ohne großer Anstrengung zu tragen. Im Schlamm eingesunkene Räder des bespannten Truppwagens wieder heraus zu heben. Oder auch das Mithelfen der 12 cm schweren Granatwerfer Bodenplatte, die sich in der Pußta, in der Slowakei und in Oberschlesien bei jeden Schuss immer tiefer in den Schlamm (Gatsch) bohrte.

Beim Rückzug über die Tatra, bergauf und bergab, war das Sitzen auf dem Truppwagen verboten. Darauf befanden sich alle mechanischen und technischen Geräte. Wir mussten zu Fuß daneben gehen. Als Zugsführer hielt ich mich mit einer an der Seite des Pferdewagens fest und hatschte so mit, wir waren schon 48 Stunden unterwegs ohne schlafen unterwegs und da ertappte ich mich, ohne dass ich Erschöpfungszuständen hatte, aber eingeschlafen war und durch das Anhalten am Wagen automatisch weiter marschierte. Es war finsterste Nacht. Es war kein Sekundenschlaf, sondern er daiuerte einige Minuten, wie mir die anderen Gebirgsjäger dann bestätigten.

In der Gefangenschaft war es dann aus mit dem Sport. Da hieß es "roboti, roboti!" Als es mit meiner Gesundheit in Nowosybkow schon besser war, spielte ich einmal mit anderen ein Fußballmatch. Das ging mir aber schön in die Beine.

Zum Sport fand ich wieder bei der Polizei. Ob Grundschule in der Roßauerkaserne, oder bei diversen Alarmkompanien, als einfacher Wachmann, oder Gruppen- oder zum Schluss als Revierinspektor, sogar als  Zugskommandant. Ob es in der Marokkanerkaserne beim Chargenkurs für Dienstführende oder in Kaisermühlen im Polizeibad war. Der Sportidee flammte wieder auf. Da gab es Frühsport, Laufen, Gymnastik, ich war sogar Vorturner.

Aber früher spiele ich noch Faustball. Da schlug man mit der geballten Faust, bis zum Ellbogen den Ball über eine gespannte Schnur und er dürfte nur immer einmal am Boden berühren, bevor er wieder in der gleichen Art zurückgeschlagen wurde. In der Marokkanerkaserne dann sehr fein und gut für mieine Größe: Basketball.

Ich war ein sehr guter (Geprüft nur: (guter) Zillenfahrer*). Das Umfeld im und zum Polizeibad in Kaisermühlen über den Polizeisteg, führte mich noch in andere Sportarten, wie z .b. Kajak und Fechten. Kajak über die gute Beherrschung der Zille mit einem Ruder nur, und  Fechten (Florett und Säbel) durch eine einmalige Präsentation eines Schaufechtens für das Publikum an einem Tag der offenen Tür. Aber beide Sportarten ließen mich nicht von meiner Hauptbeschäftigung den Theaterspielen abbringen und eine halbwegs zielführende Arbeit (Training) an den beiden genannten Geräten hätte meine ganze Freizeit gekostet. Und die brauchte ich hauptsächlich fürs Theater.

Bei den Sportarten vom Basekettball war vor allen noch der Sportlehrer Ray. Insp. Hertl in Erinnerung und bei Jiu-Jitsu Sportlehrer und Universitäts- Beauftragten Professor für Sport Ray. Insp. Nimmerrichter. Es war sehr eingebildet, der Bauernbub.

Bergsteigen und sonstiges Wandern habe ich nur selten ausgeübt ("Wenn wir nach dem Krieg auf einen Berg wollen, so muss ein Aufzug her!"). Ich führte die Theatersektion Postgasse einmal über die Hinterbrühl zum Gipsbergwerk. Einmal bestieg ich sogar den Ötscher. Am zweiten Tag rundum Marsch vom Ötschergipfel nach Maria Zell. Aber das hielt sich in Grenzen.

Aber zumindest konnte ich in sehr viele Sportarten, ob ich sie nun gut oder schlecht beherrschte, mitreden und Anweisungen geben. Diese Sportbeichte, war ich mir und der Nachwelt schuldig.

Als Berufsschauspieler hielt ich mich an Winston Churchills Meinung "No sports!" Ein kurzer Nachbericht. In die späten 70-er und 80-er Jahren spielte ich mit Hubert und seinem Freund Christoph
Reiter in einem großen Sandfeld, im Bad in Wilhelmsburg, Faustball über die Schnur. Ich wollte mich einmal, wie in alten Zeiten bei einem schwierigen Abwehrwurf auf den Rücken rollen und mit der Faust einen tief fliegendem Ball treffen. Aber mit dem Rückabrollen (das ich früher im Schlaf konnte, dann Rückenrolle und Aufstehen) wurde nichts darauf, denn ich plumpste, wie ein Mehlsack, Gott sei dank in den aufgeschütteten Sand, aber die Knie schlugen gegen meinen Kopf und zertrümmerten meine Brille. Ich dachte mit Rückschmerzen scharf nach, diese Rückenrolle die auch für einen Jiu-Jitsu Griff anzuwenden war, hatte ich vor 20 Jahren!! zum letzten Mal gemacht.


Ein andermal war ich mit Christa und Hubert Schifahren. Es war nicht das erste Mal, sondern wir waren schon in den letzten 2-3 Jahren ca. 10 – 14 Mal auf dem Annaberg im Schnee unterwegs. Und ich konnte die ganze Zeit mit den neuen Bretteln nicht klar kommen. Ein guter Schifahrer war ich ja nie. Aber an diesem Tag nahm ich mir einen Schilehrer. Der ließ mich eine kleine Strecke abfahren und sagte mir dann "Nicht so schlecht! Sie haben noch die uralte Technik und das erschwert das Fahren auf der heutigen schneeglatten Piste. Sie brauchten nur, falls sie eine Kurve fahren wollen, dort wo sie hinfahren, mit der Hand hinten in Richtung Schnee tief zu greifen!" Und das klappte auch. Ich war sehr zufrieden und freute mich, dass ich wieder in leichten Schwüngen, so lalla, am Hang in Zukunft umherrutschen konnte. Vor der Abfahrt mit dem Auto nach Hause wartete ich auf die Beiden und als wir beisammen waren, wollte ich meine Erfahrung beim Schilehrer im Stehen zeigen. Dabei rutschen aber meine Schier nach hinten und stürzte ohne mich abstützen zu können, denn die Schistöcke waren noch in den Schlaufen an meinen Händen,mit voller Wucht auf meine fliegenden und sonstigen Rippen. Die Luft blieb mir weg iich bin nie mehr auf Brettern, die den Schnee brauchen, gestiegen.

"Sports, the end!"