HERWIG LENAU
Eine Bilanz

Krankheiten mit Humor 08


Krankheiten mit Humor ertragend

Dazu noch schlecht gereimt. Es wechseln Stabreime, Hexameter, Schlusssilben und Meistersinger Ergüsse wie
"Hans Sachs, der war ein Schuh-
 Macher, Poet dazu!" und noch viele Andere ab.



Entschuldigungsrede beim Treffen ehemaliger RG 7 Kandlgasse Schulfreunde am 4. November 2004 und erweitert am 3.Juli 2008.



Vom 1930 bis 1960, das sind 30 Jahre,

hat´ ich EITRIGE ANGINA mit HOHEM FIEBER, dass Gott bewahre.

Dazwischen als Bub und junger Mann

HÄMORRHOIDEN, die gingen auch schön rann

während 20 Jahren, die waren auch nicht ohne,

den dazwischen war noch SCHARLACH, KEUCHHUSTEN, dass ichs betone,

und im Krieg und nachher FUSSEKZEM, DISTROPHIE, VERUNKULOSE UND PHLEGMONE.

Und 1960, Gott sei dank, heraus mit den MANDELN.

Denkste, eine Woche nachher tät ich noch mit brennendem Halse wandeln.

Im Jahre 1972, Ihr glaubt es nie.

eine NEUROVEGETATIVE DYSTONIE.

1980 wurde ich "bloß"

die Schmerzen des taubeneigroßen GALLENSTEINS seit 1965 los.

1985, die erste der Hüft- Totalendoprothesen, und dazwischen kamen,

noch eine BENIGNE PROSTATAHYPERPLASIE und TRANSIENTE ISCHÄMISCHE ATTACKE mit Namen.

Aber während der noch später zu beschreibenden AUGENMARTEREI

kam eine ALLERGIE auf PENYLEPHRIN- HYDRCHLORID vorbei.

Dass man nun von einem KRÜPPEL sprechen kann,

kommt noch eine UNTERFUNKTION DER SCHILDDRÜSE dran.

Und dann zur Allerletzt´

Wird auch noch die BLUTGRUPPE umgenetzt.

Sie lautet jetzt auf: "0 neg. ccddee Kell neg. Antikörper Spezifität Anti-CW (coombsreaktiv)".

Da kann man sagen, DIE Gesundheit liegt wirklich schief.

Das Vorwort wäre nun geschrieben.

Und wo sind die jetzigen Krankheiten geblieben,

die einem das Altwerden vergällen,

aber denen werde ich mich auch noch stellen.

Und zwar wie bisher in der Endsilben- Reimung,

auch nicht nach Walter von der Vogelweides Minne- Meinung

und nicht im Takt der Mei =

stersinger, mit Richard Wagners Sang dabei.

Auch nicht ich bemüh den Hexa NO meter,

Der mir bezeuge mein literarisch` Maß.

Ich weiß, es stimmt nicht in den letzten zwei Zeilen,

doch ich will mich mit meiner Geschichte beeilen,

um zu schildern die letzten ca zehn Jahren

was alles mit mir geschah, sollt Ihr nun erfahren.

Es begann mit vier HÜFT-TOTALENDOPROTHESEN.

GALLENSTEIN und MANDELN sind vor X- Jahren schon gewesen.

Und nun geschah, dass die Hüfte, die Letztoperierte

in 5 Jahren FÜNFMAL RELUXIERTE.

Eine neue Diagnose nun sagte es:

mein LINKES STIMMBAND hat ein GEWÄCHS.

Man schaute nach und meiner Treu

die Laser Resektion ergab: Nun waren es zwei.

Am linken Stimmband ein CARCINOMA IN SINTU, ja so ist´ e,

und bei der rechten VALLECULA eine gutartige RETENSIONSCYSTE.

Und nun zum rechten FÜNFMALIGEN RELUXIERENDEN Bein,

eine mit VERLÄNGERTEM CUP OPERATION, oh nein,

sollte ein weiters LUXIEREN verhindern.

Nach 3 Monaten: "Schmeck´s" tat es wieder, nämlich:" heraus springen".

Nun wird mir, ich hab´s kaum gedacht

am rechten Bein nach 78 Lebensjahren eine COXITUSHÜLSE angebracht.

Sie sollte die Sehnen verkürzen, verformen, regenerieren.

Hätten sie, die Orthopäden, ihren Shakespeare gelesen, sollt das nicht passieren.

Denn nur "die Sehnen neugeborener Kinder sind weich",

die kann man reparieren und zwar gleich.

Dafür stieß die vermutlich schlecht angepasste COXITUSHÜLSE, man höre und sehe

beim Sitzen hinein in die rechte Kniekehle.

Eine VENENTROMBOSE entstand, sie wanderte hoch vom betroffenen Knie

und bildete eine PULMONALEMBOLIE.

Die HÜLSE inzwischen gerichtet exakt,

schleppte ich weiter noch ein Monat im Takt.

Mit Gummistrümpfen war der Mist da,

täglich an- und ausziehen, tat die Christa,

und ein BLUTGERINSEL entstand ihr im Auge,

es tat mit leid, ich es bedauere.

Die Fehlhaltung oben, reizte im Sprunggelenk, den Nerv unten,

und so konnt´ es wirklich nicht funken.

Das neuerliche Hatschen ging in die Hose

und ich hatte eine GONARTHROSE.

Dazu kam noch als besondere Präferenz

dazwischen eine KORONAR INSUFFIZIENZ.

Und als Zufallsbefund, ZUR OPERATION,

ein ARDENO T 1 UND G 2 CARCINOM des RECTUMS bis 8cm. TRANSAL.

Weiters kam zur Irritierung

als Zufallsbefund ein INFRARENALES ABDOMINELLES AORTENANEURYSMA mit TEILTROBOSIERUNG.

Mir kamen die Tränen: Verdacht auf EKTROPIUM SENILE, kaum dass ich schau´,

ein feuchter MAKULASCHADEN, nach beiden STAR- KATARAKT GRAU.

Siebenmal gespritzt in das Auge hinein

mit LUCENTIS, das war nicht fein.

Und am Schluss der Marter, es ging kaum noch drüber

die AMD zwar trocken, aber das Sehen links war hinüber.

Die NARBE davon ging schräg, schon von Ingrid, als Erste gefunden,

dadurch war´s, links schwarz in der Mitt´, und Schluss mit dem Blick den Runden.

Der HOCHTON ABSTURZ wird bald hoffentlich sich beenden.

sobald die Geräte zum Hören sich wenden.

Und man damit Hören kann nur,

denn zurzeit sind sie meistens in Reparatur.

Um weiter zu Reimen: auf friss oder stirb,

mir ein AORTO-ILIACALE BIFURKATIONSPROTHESE (ENDOGRAFT) an das INFRARENALE BAUCHAORTEN ANEURYSMA ein 3-ER STEND eingesetzt wird.

Zum zweiten Mal am LINKEN STIMMBAND ein 2 G CARCINOM.

2 mm herunter GESCHABT und ich heiser bin schon.

Und damit ich nicht komme aus der Situation

zur Krönung eine TOTALE REKTUMS EXPIRTATION,

dazu das STOMA; behindernd, doch noch im Griff,

und eine doppelseitige PERIANALE FISTEL bis 13. Dezember 2007, ich bald darauf pfiff.

Da geschah alles bis 2007.

das ich nicht aus der Übung komm´, bin ich dabei geblieben.

2008 einen LUNGENINFEKT im Mai

mit dem Kaiser in Bad Hall, da war es vorbei.

Durch Absetzung eines Medikaments, ging vor Ort

mein BLUTDRUCK hinauf und hinunter; in einem fort.

Jetzt stellte sich noch der Halsschmerz ein,

der kommt aber nicht vom bösen Schleim,

sondern VERSPANNUNG im Brust- und Hals WB,

geht hoffentlich weg durch die PHYSIKALISCHE, ade.

Gerichtet mittel OP.wurde noch, wenn ich such`

der nach der REKTUMS EXPIRTATION im letzten Viertel der
                                                     
                                                              NARBENBRUCH.

Ihr glaubt es nicht, aber es ist wahr,

ich bekam 2009 am rechten. Aug`einen NACHSTAR

und wie es so ist auf Erden
 
der musste in Juli nachoperiert werden.

Der Laser säuberte das rechte Auge

und ich nun nicht mehr meinen Augen traue,

wie frisch gewaschen ich meine Umgebung,

ich gratuliere den Arzt mit Respektbezeugung

Es kamen dann noch Wehwehchen an Armen und Beinen,

wen man bedenkt, es war zum Weinen

auf den Fußsohlen, HORNHAUTVERMERUNG und EXZEM

das war sicher nicht angenehm.

Und jetzt wirds spannend, wie konnt das geschehen?

bei einer Kontrolle im 2009. Oktober im ABDOMEN,

HAT man alles NEGATIV, außer einem ANEURYSMA; 4,1 cm, gesehen.

Nicht gesehen hat den KREBS, der im Februar 2010, was mich irritierte,

der sich IN DIE HARNBLASE EINWACHSENDES REZITIV DES
 
REKTUMKARZINOMES, PRÄ SAKRAL (vor dem Kreuzbein) präsentierte.

Im Anhang ein linker NIERENSTAU, mit künstlichem Ausgang   

und dazu eine BLASENENTZÜNDUNG, die ihren KATHETER fand.

Nach einem Verdacht auf einen NORO VIRUS

gab man mir 33STRAHLENTERAPIEN, wo ich nach Lainz täglich hin muss.

Es ist sehr schwer, zu wünschen der Krankheiten Wende

denn es könnte bedeuten, dass vielleicht Alles zu Ende.

Und so schreib ich gern´ weiter, ganz hurtig und munter

und fülle die Zeilen der Seiten hinunter.

Das heißt, so weit es gehe,

und ich zusammen mit meinen Sinnen stehe.